Neue Bettdecke

Tipps für eine neue Bettdecke

Ab und an ist es so weit: Eine neue Bettdecke muss her, da die alte einfach durchgelegen ist oder sich eigenständig auflöst. Was sich nicht wie ein großes Problem anhört, kann zu einem werden, wenn man im Geschäft steht und gar genau weiß, was für eine Decke man benötigt. Denn Decke ist bei weitem nicht gleich Decke.

Was für ein Schläfer ist man?

Für viele Menschen ist es undenkbar, dass das Schlafzimmer über Nacht beheizt ist. Selbst im Winter sollte am besten noch das Fenster geöffnet sein, damit ausreichend frische, kühle Luft den Schlaf vervollkommnet. Andere hingegen können es beim Schlafen nicht warm genug haben. Sie benutzen lieber mehrere Decken, bevor sie frieren könnten. Entsprechend müssen auch die Decken ausgewählt werden.

Denn eines ist beiden Schlaftypen gleich: Jeder Mensch verliert in der Nacht beim Schlafen mehr als 250 ml Körperflüssigkeit. Daher muss die Decke nicht nur den Wärmeansprüchen der Person entsprechen, sondern gleichzeitig Feuchtigkeit aufnehmen und möglichst nach außen, also vom Körper weg, ableiten. Denn von den 250 ml Feuchtigkeit landen mindestens 80% in der Bettdecke.

Welches Füllmaterial wird bevorzugt?

Daunen, Synthetik Fasern, aber auch Naturfasern – die Füllung der Bettdecke kann sehr unterschiedlich gestaltet sein. Allerdings sind auch die Fähigkeiten der einzelnen Materialien durchaus unterschiedlich.

Die Daunendecke: Sie ist zweifelsohne die wärmste aller Deckenformen. Zudem ist sie schön weich und fluffig, sodass man sich gerne in sie hinein schmiegt. Um als Daunendecke bezeichnet zu werden, muss mindestens 60% des Füllinhalts aus Daunen bestehen. Nach Möglichkeit jedoch werden Decken mit 80% – 90% Daunenfüllung gekauft.

Die Synthetik Decke: Sie ist ein Muss für alle Allergiker. Denn sie ist am einfachsten zu reinigen und kann in den meisten Fällen sogar bei 95°C gewaschen werden, um alle erdenklichen Allergene und Bakterien zu entfernen. Wer jedoch einen sicheren Schutz vor Hausstaubmilben sucht, sollte ein so genanntes Encasings nutzen. Hierbei handelt es sich um Deckenüberzüge, die die Decke umschließen, bevor der eigentliche Deckenbezug aufgezogen wird.

So können der Deckenbezug und das Encasing in kurzen Abständen gewaschen werden, die Decke selber jedoch bleibt staubfrei. Die Synthetik Fasern können die Fähigkeiten der Daunendecke recht gut imitieren und sind zum Teil sogar wesentlich leichter.

Schafwolle oder Kamelhaar: Auch diese beiden Materialien werden gerne als Deckenfüllung genutzt. Besonders das Kamelhaar ist zu empfehlen, da es nicht nur die Feuchtigkeit gut aufnehmen kann wie auch die Schafwolle. Es wirkt auch temperaturausgleichend, sodass man darin eigentlich immer die optimale Schlaftemperatur vorfindet. Leider sind beide nicht ganz kostengünstig zu erstehen.

Das Waschen: Selbstverständlich muss jede Bettdecke in regelmäßigen Abständen gereinigt, also gewaschen werden. Hierbei ist unbedingt die Waschanleitung des Herstellers zu beachten. Dann kann man eigentlich nichts falsch machen.

Sommer- und Winterdecken: Wer über mehrere Deckensätze verfügt, sollte diese in der Zwischenzeit gut lagern. Das bedeutet, frisch gewaschen, gut durchgetrocknet an einem trockenen, staubfreien Ort.