Energie sparen mit dem Brennwertkessel

match-171578_640Eigentlich ist es kein Geheimnis, dass viel Heizenergie gespart werden könnte, wenn alte und kaputte Heizkessel ausgetauscht würden. Und obwohl diese Maßnahmen zum Teil sogar bezuschusst werden, zögern dennoch viele Eigenheimbesitzer. Sie tun dies nicht nur, um Geld zu sparen. In vielen Fällen sind sie nur nicht ausreichend informiert.

Effizienz und Energie sparen

Wer sich heute für einen Brennwertkessel entscheidet, entscheidet sich automatisch für ein Heizungssystem, das das verwendete Material so effizient wie möglich verwertet und sich über Außenfühler nach den tatsächlichen Temperaturen richtet. Ein Brennwertkessel kann sowohl mit Gas, Erdöl, aber auch mit Pellets betrieben werden. Des Weiteren ist es heute auch problemlos möglich, einen Brennwertkessel mit Sonnenenergie zu kombinieren.

Der Brennwertkessel verfügt zusätzlich über Funktionen, mit denen er die Restenergien der Abgase, die durch die Verbrennung entstehen, ebenfalls noch zu verwerten weiß. Das bedeutet, dass die Abgase dermaßen abgekühlt werden, dass das Wasser zu Kondenswasser wird. Das funktioniert aber nur, wenn das rückläufige Wasser eine geringe Temperatur aufweist als die Abgase. Bei Gassystemen darf diese Temperatur 57°C nicht überschreiten. Bei Ölsystemen liegt sie sogar bei 47°C. Für alle Systeme gilt jedoch: Je kühler das rückläufige Wasser, desto effizienter arbeitet der Brennwertkessel.

Die Rücklauftemperatur lässt sich nicht einstellen. Daher ist die Einstellung einer ebenfalls niedrigen Vorlauftemperatur wichtig. In neuen und sanierten Gebäuden ist dies kein Problem, da sie sehr gut gedämmt sind. Schwierig wird dies bei Altbauten, die noch nicht ausreichend gedämmt sind und somit über diverse Kältebrücken verfügen.

Kommt es zu Problemen mit einem Brennwertkessel, ist der Fachmann gefragt. Denn nicht immer muss dies mit den Vor- bzw. Nachlauftemperaturen zu tun haben. Auch veraltete Thermostate, falsch programmierte Voreinstellungen für die unterschiedlichen Tageszeiten und ähnliches können hierbei eine Rolle spielen.

Angepasste Schornsteine

Bei der Installation eines Brennwertkessels muss darauf geachtet werden, dass der Schornstein nicht zu groß ist. Denn durch den Wärmeentzug ist die Abluft relativ kühl, wodurch sie eventuell nicht mehr ausreichend Auftrieb erhält, wenn der Durchmesser des Schornsteines zu groß ist. Aufgrund des stetig nachfolgenden Kondenswassers ist es notwendig, dass der Brennwertkessel an die Kanalisation angeschlossen wird. Wird der Kessel mit Öl betrieben, kann es notwendig sein, dass eine Einrichtung zum Neutralisieren des Abwassers eingebaut werden muss. Besonders wenn schwefelhaltiges Öl verwendet wird, ist dies der Fall.

Die KfW fördert die Umrüstung auf moderne Kessel. Daher lohnt es sich, entsprechende Informationen einzuholen. Wie viel für den einzelnen Kessel bezuschusst werden kann, hängt von der Wohnfläche und der Größe des Kessels ab. Ebenso wird die Kombination mit Solarenergie zur Erwärmung von Wasser bzw. Fotovoltaikeinheiten positiv zu Buche schlagen.